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Löschzug KohlscheidLöschzug Kohlscheid - Der Gefahrgutzug Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kohlscheid erfolgte nicht ganz freiwillig. Als sich am 3. April 1903 im Lokal Gilleßen die zwölf Männer trafen, die an diesem Tage die Freiwillige Feuerwehr aus der Taufe hoben, geschah dies auf wiederholten Druck des Landrates. Dieser hatte unter anderem schon am 14. Oktober 1901 die Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr verfügt, was der Gemeinderat zuletzt aber noch am 13. Dezember 1901 ablehnte. Sicherlich aus gutem Grund, denn eine Pflichtfeuerwehr zu unterhalten, war auch damals schon eine kostspielige Angelegenheit.
Wer sich auf die "Spuren der Vergangenheit" begibt, stellt schnell fest, dass Brandschutz schon immer ein Thema für die Kohlscheider war. So gab es beispielsweise 1815 schon erste Verbote, Ställe und Scheunen mit brennenden Tabakpfeifen zu betreten. Auf offener Straße durfte nur geraucht werden, wenn die Tabakpfeife mit einem Deckelchen versehen war. Aus dem Verkauf von Kommunalgrundstücken sollten 1819 erste Feuerspritzen beschafft werden. 1833 erließ die Regierung Aachen erstmals eine "Feuerordnung", die, auch für Kohlscheid, Vorschriften zur Verhütung von Feuersgefahr zusammenfaßte und Regeln gab, wie man sich bei einer ausgebrochenen "Feuersbrunst" zu verhalten habe. Die Brände wurden damals ansatzweise gut bekämpft. Die Kommune beschaffte nach und nach weitere Gerätschaften und stellte diese in verschiedenen Spritzenhäusern unter. Zum zehnten Stiftungsfest im Jahre 1913 hatte sich die Feuerwehr mit drei Löschzügen (Mitte, Klinkheide/Pannesheide und Rumpen/Berensberg) organisiert. Die Alarmierung erfolgte über die Dampfsirenen der Gruben Laurweg, Langenberg und Kämpchen. In Klinkheide und Pannesheide wurde mittels Hornsignal alarmiert. Einen mitgliederstarken Höhepunkt erlebte Kohlscheids Wehr 1914, als sie 105 Feuerwehrleute hatte. Einige Pannen sorgten dafür, dass die Lage der Geräteschuppen überprüft wurde, die Anbringung von Dachalarmanlagen, die Einrichtung von einzelnen Feuermeldestellen sowie die Herstellung von Telefonverbindungen zwischen den Geräteschuppen, den Feuermeldestellen und der Neubau eines größeren Geräteschuppens mit Wohnungen angedacht wurde. Schnellstmöglichst wurden "Feuerlösch-Apparate" und neue Ausrüstungsgegenstände beschafft. Im gleichen Jahr interessierte man sich für die Beschaffung einer Motor-Feuerspritze. Der Neubau eines modernen Feuerwehrhauses wurde erstmals diskutiert.
Schon am 18. Mai 1928 standen die Grundmauern und am 14. Oktober 1928 wurde das "schönste Feuerwehrhaus im Bezirk", so ein Vertreter des Kreises, feierlich eingeweiht, in dem heute noch die Freiwillige Feuerwehr Kohlscheid untergebracht ist. Der Fuhrpark des Löschzuges Kohlscheid besteht heute aus einem MTF, einem LF 16/12, einem LF 8/6, einem RW 1 und einem Gerätewagen Gefahrgut.
Als "Gefahrgut-Zug" ist der Löschzug Kohlscheid eingebunden in ein kreisweites Konzept im Einsatz zur Bekämpfung von Gefahrgut-Unfällen. Er wird immer dann mit alarmiert, wenn es speziell im Nordkreis, aber auch im Kreis Aachen insgesamt, zu Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern kommt. Neben den üblichen Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen steht dem Löschzug Kohlscheid ein Gerätewagen Gefahrgut auf Mercedes Benz Fahrgestell und "Schmitz"-Aufbau, 7,5 Tonnen, zur Verfügung. Einige Zahlen zum Einsatzaufkommen: Dem Löschzug Kohlscheid gehören 59 Feuerwehraktive (54 Männer und fünf Frauen) an. In der Jugendfeuerwehr sind derzeit 23 Jugendliche aktiv (22 Jungen und ein Mädchen). Der Alters- und Ehrenabteilung gehören sechs ehemals aktive Wehrmitglieder an. (Stand: 31.12.2005)
Freiwillige Feuerwehr Herzogenrath Telefon 02407 2125 E-Mail-Kontakt |
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