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Löschzug MerksteinDer Löschzug Merkstein ist im nördlichen Bereich der Stadt Herzogenrath, an der Grenze zum Kreis Heinsberg, für den Brandschutz zuständig. Merkstein kann bereits auf eine lange Historie zurückblicken. 1123 wurde der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt und war immer schon eng mit Herzogenrath verbunden, da auf Burg Rode oft die Lehnsherren der Region residierten. Mit Einmarsch der Franzosen 1794 wurde Merkstein erstmals eigenständige Gemeinde der Stadt Herzogenrath. Auch 1815 nach dem Wiener Kongress, wo das Land an Preußen fiel, änderte sich hieran nichts. Allerdings dauerte es bis 1908, um eine Freiwillige Feuerwehr in Merkstein zu gründen. Sie war fortan für den Brandschutz in der Gemeinde zuständig. Als Unterkunft dienten seinerzeit Räume im Merksteiner Rathaus am August-Schmidt-Platz. Dabei handelte es sich teilweise um Kellerräume, die für Ausbildungs- und Schulungszwecke ungeeignet waren. Zu dem mussten sie sich auch mit dem Spielmannszug der Feuerwehr geteilt werden, der sie für seine Probenabende nutzte. Der 06.10.1963 war für die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Merkstein ein bedeutender Tag. Ein langgehegter Wunsch der Wehr ging in Erfüllung. Das neue Symbol, eine Standarte, wurde an diesem Tag in der Pfarrkirche St. Willibrord im Ortsteil Alt-Merkstein, unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der Feuerwehren aus den Nachbarorten, feierlich eingeweiht. Auf der einen Seite der Standarte ist das ehemalige Gemeindewappen von Merkstein und auf der anderen Seite ein Bildnis des heiligen St. Florians mit dem Spruch "Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr" abgebildet. Die Standarte ziert bis heute noch die Unterkunft des Löschzuges. 1965 wurde dann mit dem Bau einer eigenen, modernen Unterkunft begonnen. An der Martinusstraße 31 im Ortsteil Alt-Merkstein entstand ein zweckmäßiger Feuerwehrbau mit großer Hoffläche, einem 22 m hohen Schlauchturm und einer Fahrzeughalle für 8 Großfahrzeuge. Eingeweiht und bezogen wurde das Feuerwehrhaus durch die Freiwillige Feuerwehr Merkstein 1966. Insgesamt stand nunmehr eine Gesamtfläche inkl. Gebäude von 4.435 m² der Feuerwehr zur Verfügung. Die Freiwillige Feuerwehr Merkstein nutzte diese Räumlichkeiten bis Ende 1971 als Feuerwehrhaus. Es war die Hauptunterkunft der Freiwilligen Feuerwehr Merkstein. Im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde die Gemeinde Merkstein 1972 der Stadt Herzogenrath zugeteilt. Fortan gab es keine Freiwillige Feuerwehr Merkstein mehr. Die bisher eigenständige Feuerwehr wurde als Löschzug mit in die Freiwillige Feuerwehr Herzogenrath integriert. Ab Januar 1972 bis zum heutigen Tag steht das Feuerwehrhaus an der Martinusstraße dem Löschzug Merkstein als Unterkunft zur Verfügung. Bis zum Bau der jetzigen Feuer- und Rettungswache im Zentrum Herzogenraths an der Erkensmühle, war von Oktober 1973 bis November 1990 ebenfalls die hauptamtliche Wache mit im Merksteiner Feuerwehrhaus untergebracht. Von hier aus wurde der Brandschutz für das gesamte Stadtgebiet wahrgenommen. Der Löschzug Merkstein der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath ist heute für die Ortsteile Alt-Merkstein, Streiffeld, Magerau, Floeß, Plitschard, Herbach, Hofstadt, Worm/Wildnis, Noppenberg, Ritzerfeld und teilweise noch für Thiergarten zuständig. Nach der Alarm- und Ausrückeordnung der Herzogenrather Feuerwehr wird bei Bedarf auch unterstützend in die Ortsteile Herzogenrath-Mitte und Kohlscheid ausgerückt. Des Weiteren sind Einsätze im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung abzuarbeiten. Der Löschzug Merkstein setzt sich zur Zeit (Stand 31.12.2005) wie folgt zusammen.
Der Fuhrpark des Löschzuges Merkstein umfasst eine große Anzahl von Lösch- und Sonderfahrzeugen. So ist u. a. beim Löschzug Merkstein eine der Hauptkomponenten der ABC-Abwehr des Kreises Aachen stationiert. Bei Bedarf werden ein Erkunderkraftwagen (ErkKw) und ein Dekontaminationsfahrzeug für Personen (DekonP) besetzt.
Folgende Fahrzeuge stehen dem Löschzug Merkstein zur Verfügung: sowie nachfolgende Anhänger Neben den üblichen Einsatzfahrzeugen gibt es beim Löschzug Merkstein noch ein "Schätzchen". Ein LF 8 von Opel, Baujahr 1928, wird von den Mitgliedern des Löschzuges gehegt und gepflegt. So ist man sichtlich stolz darauf, wenn das Fahrzeug auch heute noch für repräsentative Aufgaben auf Stadt- und Kreisebene genutzt wird. Für kulturelle Anlässe in der Region wird gerne der Spielmannszug des Löschzuges "gebucht". Seit mehr als 50 Jahren sind die Mitglieder des Spielmannszuges fester Bestandteil der Feuerwehr in Merkstein. Waren es in den Gründerjahren überwiegend aktive Feuerwehrleute, die für die Musik sorgten, sind im Laufe der Jahre vermehrt "feuerwehrfremde" Musiker der Einheit beigetreten. Nähere Informationen finden sie unter: Weitere Information zum Löschzug Merkstein erhalten Sie unter:
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